Freitag, 2. Dezember 2016

Amalfiküste

Der abenteuerliche Weg von Paestum nach Portici

wenn wir noch kein Fliesenbild hätten...
 Obwohl die Amalfiküste nicht wirklich für Wohnmobile nicht erlaubt ist, wagen wir die Fahrt.


Los geht es in Salerno. Das Wetter ist perfekt. Die Sonne scheint, blauer Himmel, windstill.
 Wir fahren sicher an der Bergseite. 





 Bald fahren wir gegen die Sonne.


In Amalfi bekommen wir keinen Parkplatz und müssen für die Cappuccinopause weiterfahren.


Amalfi




Position ist überwältigend. Auch hier können wir nur durchfahren, runter und wieder rauf. Wir müssen noch einmal wiederkommen, beschließen wir.



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Mittwoch, 30. November 2016

Abschied von Paestum

Es bläst uns davon!

In der Nacht vom Sonntag auf Montag stürmt es und bläst unser Vorzelt in Fetzen.



Dabei war es so schön hier!

nette Nachbarn

Frühstück in der Sonne

















Ein traumhafter Stand am blaugrünen Meer...


Eine interessante Küste mit bergigem Hinterland,
geschichtsträchtig.
Wir fahren nach

Elea - Velia - ehemalige griechische Hafenstadt 

Von den Persern vertrieben gründeten im 6. Jh vor Chr. hier Griechen aus Kleinasien die Philosophenschule der Eleaten.






Nach den punischen Kriegen wurde Elea zu Velia und römische Bürger wie Cicero und Cato bauten sich hier gut ausgestattete Wohnsitze.




Im Mittelalter baute man dann aus den Resten der griechischen Akropolis auf dem Berg einen Wehrturm und eine Kirche.
Der Hafen der Griechen verlandete.
Für unseren Nachmittagskaffee finden wir einen sehr hübschen modernen in Acciaroli.

Auf dem Weg nach Norden kommt man nach Salerno.

Hierher fuhren wir am 1. Advent mit Nachbar Klas. 

Eigentlich wollten wir mit dem Boot entlang der Amalfiküste, aber auch hier ist Winter, selbst wenn es für uns nicht so aussieht!

So begnügen wir uns mit dem Bad in der Menge und dem vorweihnachtlichen Jubel und Trubel.



In Paestum müssen wir natürlich zu den Büffeln, denn hier ist die Heimat des echten Mozzarella. Auch Büffelmilch gibt es...


... und Büffelfleisch, das wir zum Abschied von Walter und Klas am Abend grillen. Sie haben schon ihre Zelte abgebaut (die Glücklichen!). Wir scherzen bei uns im Zelt über den Sturm, der kommen soll. Es ist völlig windstill........


Abschied vom Camping dei Pini am Torre di Paestum. Morgen geht es weiter!


Mittwoch, 23. November 2016

Paestum

Giovanbattista Piranesi 1778














Die Ausgrabung

Schon Goethe, Piranesi u.a. bewunderten die Zeugnisse griechischer und römischer Kultur. Ja, sie machten auf die seit Jahrhunderten "rumstehenden" Tempel aufmerksam, so dass man Ende des 18. Jhs. begann die Stadt auszugraben.

Gehen wir los, in die griechische Stadt, die im 6. Jh. v. Chr. gegründet wurde und um die Jahrtausendwende römisch wurde. Sie benutzten weiter die Tempel, gaben ihnen nur andere Namen.
Die Stadt wurde umfangreich verändert und erweitert.

So entstand ein Forum, großer Platz links mit Arkaden und Geschäften sowie eine Celestra, Versammlungsplatz für die Stadtverordneten.


Sie bauten einen Tempel des Friedens und schnitten dem Comitium einen Teil ab.



Reste vom ehemals runden griechischen Comitium
Wir betreten das Amphitheater, von dem nur eine Hälfte ausgegraben ist, da eine Straße die andere Hälfte bedeckt.

Der dorische Tempel der Athene (500 v. Chr.) wurde zum römischen Celestatempel.

Basilika und Poseidontempel, zur Griechenzeit der Hera gewidmet.






Antiker Fußabdruck im Stein

Stammt Burkhard von den Griechen oder Römern ab?

In römischer Zeit entstanden elegante Wohnviertel mit riesigen Häusern.
Natürlich gehörte ein großes Schwimmbad dazu.

Noch heute wird weiter ausgegraben und wir haben das Glück zu sehen, wie eine Forscherin ein paar Scherben gefunden hat.


Sirena - Osttor
Die Römer bauten um die Stadt eine riesige Stadtmauer, 3m dick, 7 m hoch, mit 4 Stadttoren in alle Himmelsrichtungen.

Nach einem immer großartigen Cappuccino, gönnen wir uns noch das Museum und kommen aus dem Staunen nicht mehr raus, was in dem Areal gefunden wurde! Die Funde reichen zurück bis in die Steinzeit.


Vor der Verwitterung geschützt, wurden einige gut erhaltene Fassadenteile imposant in Szenen gesetzt. 

Mytopen aus dem Fries der Tempel 
















Beeindruckend sind die erst vor einigen Jahren gefundenen griechischen Gräber.

Sie bestehen aus 6  Grabplatten und sehen aus wie kleine Häuser mit Spitzgiebel. Sie sind innen mit Fresken bemalt und enthielten wunderschöne Grabbeigaben.


















Gefäße, Schmuck, Geld, Werkzeuge 














Rüstung













Miniaturen aus Elfenbein 


Alter "Kantenhocker", Mutter mit Kind














Steinzeitmesser

Pfeilspitzen

Töpferkunst der Steinzeit


Nachbereitung. Beseelt von den antiken Völkern genießen wir den Sonnenuntergang.